Leiharbeit abschaffen




Berlin: „Moderner Sklavenhandel“

Veranstaltung: Fr, 25. Februar um 19.00 Uhr | Ort: FAU-Lokal, Lottumstr. 11 (nahe U2 Rosa-Luxemburg-Platz)

Dass sich die meisten Lohnabhängigen unter ihrem „Wert“ verkaufen (müssen), ist nichts, was im Kapitalismus verwundern sollte. Doch an „Arbeitgeber“ verkauft zu werden, um für rund 30 Prozent weniger Lohn zu schuften als die restliche Belegschaft, bei gleicher Leistung und weniger Rechten, ständig davon bedroht, willkürlich entlassen zu werden? Das ist moderner Sklavenhandel! So ergeht es bereits knapp 900.000 ArbeiterInnen in Deutschland, die von Zeitarbeitsfirmen an andere Unternehmen „verliehen“ werden – Tendenz steigend.

Doch wie genau funktioniert der Leiharbeitsmarkt eigentlich? Wer profitiert von ihm und in welcher Situation befinden sich die betroffenen ArbeiterInnen? Mit einem Vortrag möchte die Sektion Sozialwesen der FAU Berlin einführend über Probleme der Leiharbeit informieren und die aktuelle gesetzliche Situation beleuchten, unter besonderer Berücksichtigung des Sozialbereichs. Im Anschluss an den Vortrag gibt es die Möglichkeit zur offenen Diskussion. Referent: Daniel Wendt.

Weitere Informationen: http://www.fau.org/berlin

BAG erklärt CGZP-Leiharbeitstarifverträge für unwirksam

Seit SPD und Grüne im Jahr 2003 alle Beschränkungen in der Leiharbeit beseitigt haben, ist die Zahl der Menschen, die von Leihfirmen auf dem Markt vermietet werden, von 300.000 auf 900.000 (2010) gestiegen. Viele von ihnen wurden von den Arbeitsagenturen gezwungen, sich von den Menschenhändlern für Niedriglöhne vermieten zu lassen. LeiharbeiterInnen verdienen im Schnitt 30% weniger als ihre KollegInnen bei den Entleihfirmen. Eine Ursache für die Dumpinglöhne waren die Gefälligkeitstarifverträge der Christlichen Gewerkschaften.

Am 14. Dezember hat das Bundesarbeitsgericht (BAG) der Tarifgemeinschaft Christlicher Gewerkschaften für Zeitarbeit und Personalserviceagenturen (CGZP) die Tariffähigkeit aberkannt (Az: 1 ABR 19/10). Damit sind alle Tarifverträge unwirksam, die von der CGZP alleine abgeschlossen wurden. Das schriftliche Urteil des BAG liegt noch nicht vor.  [Mehr]

Spaziergang gegen Leiharbeit am 16. September 2010

Die FAU Kassel lädt am 16. September 2010 um 16 Uhr zum Spaziergang gegen Leiharbeit ein. Die Aktion ist Teil der Kampagne "Gleicher Lohn für gleiche Arbeit - Leiharbeit abschaffen!".

Gemeinsam die Menschenhändlerpraxis outen!

Los geht es vor dem Arbeitsamt (Grüner Weg). Von dort werden wir gemeinsam diverse Leih- bzw. Zeitarbeitsfirmen in der Innenstadt ansteuern.

Mehr Informtionen gibts hier...  [Mehr]

Aktionen gegen Leiharbeit, Niedriglohn und Hartz IV

Widerstand gegen Leiharbeit wächst!


Fast 150 TeilnehmerInnen demonstrierten gestern lautstark in der Frankfurter Innenstadt für die Abschaffung der Leiharbeit und gegen Hartz IV. Aufgerufen hatte die Gewerkschaft FAU Frankfurt im Rahmen der Kampagne "3..2..1.. Uns! Kapitalismus abschaffen".

Ausgestattet mit Informationsmaterial über die besondere Ausbeutung in Leiharbeitsverhältnissen sowie über Hartz IV als Druckmittel, Menschen in die Leiharbeit zu zwingen, bewegte sich der kleine Demonstrationszug quer durch die Innenstadt vorbei an zahlreichen Leiharbeitfirmen, vor denen Kundgebungen abgehalten wurden.
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Freitag 09.04.2010:
Stadtrundgang gegen Leiharbeit und Hartz IV
17.00 Uhr, Hauptwache, Frankfurt/M

Dumpinglohn und Zwangsarbeit – dafür haben wir keine Zeit!
Schluss mit Hartz IV. Leiharbeit abschaffen!

Rund 673.800 Menschen schuften nach jüngsten Zahlen der Bundesagentur für Arbeit in Leiharbeitsfirmen. Viele von ihnen tun das notgedrungen! Dank Hartz IV bleibt ihnen häufig nur die Wahl zwischen einer Sperre des Arbeitslosengeldes oder der durch die Arbeitsagenturen erzwungen Vermietung von Menschenhändlern an Entleihbetriebe.

Die von der damaligen rot-grünen Regierung im Rahmen der Agenda 2010 eingeführten Gesetze hatten einen maßgeblichen Anteil am sogenannten Jobwunder, dass sich in den Jahren 2005 – 2008 im Wesentlichen durch eine immense Ausweitung des Niedriglohnsektors auszeichnete. Alleine der Zuwachs sozialversicherungspflichtiger Jobs in der Leiharbeitsbranche lässt sich in diesem Zeitraum mit 20 Prozent beziffern.

Das Ergebnis: Löhne, die häufig nicht einmal ein Leben oberhalb der Armutsgrenze sichern!
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Achtung LeiharbeiterInnen mit CGZP Tarif!

Das Internetforum chefduzen.de hat in Verbindung mit dem Büro von Günter Wallraff den Rechtsanwalt Prof. Dr. Rüdiger Knaup mit Sitz in Bochum dafür gewinnen können, die LeiharbeiterInnen, die vom Tarifvertrag der CGZP betroffen sind oder waren, vor Gericht zu vertreten.
Jeder Leiharbeiter, jede Leiharbeiterin -deutschlandweit- kann sich an die Kanzlei wenden. Sinn der Aktion ist es, rechtzeitig eure Ansprüche zu sichern.  [Mehr]

Eine Woche gegen Menschenmakler

Leiharbeit bedeutet: weniger Lohn für die gleiche Arbeit. Gewerkschaften und Arbeitsämter tragen ihren Teil zu diesem Umstand bei. Die FAU fordert, Leiharbeit abzuschaffen.

von Thorsten Mense, Jungle World Nr. 40, 1. Oktober 2009

»Bisher konnten diese Menschenmakler ihrem anrüchigen und lukrativen Gewerbe in aller Ruhe nachgehen, weil keine Behörde, kein Unternehmerverband und kein Betriebsrat es wagte, gegen die als harmlose Einzelfirmen getarnten Vermittlungsbüros einzuschreiten.« So beschrieb der Spiegel 1957 das System der Leiharbeit. Es sei ein »zwielichtiges Vermittlergeschäft« zur Ausbeutung von »beschäftigungslosen Flüchtlingen, Urlaubern, entlassenen Strafgefangenen« und Arbeitslosen. Mittlerweile ist die Leiharbeit als Teil der »Agenda 2010« ein staatlich geförderter, immer größer werdender Sektor des Arbeitsmarktes. Im vergangenen Jahr waren 800?000 Menschen darin beschäftigt, seit Beginn der Krise wurden allerdings 300?000 von ihnen entlassen.

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Lasst mich euer Sklave sein

Hallo, ich widme euch meinen Song: Lasst mich Euer Sklave sein. Fantareis

Berichte von Aktionen zur Abschaffung der Leiharbeit

Seit die Kampagne am 18. September gestartet ist, haben wir eine Reihe von Mitteilungen bekommen, dass sich weitere Gruppen an den Aktionen beteiligen werden. Die Bandbreite der gemeinsamen Aktionen reicht von Infoständen, Veranstaltungen, Flugblattaktionen in Innenstädten, vor Leiharbeitsfirmen und Arbeitsämtern, über das Auslegen von Flyern an den Arbeitsplätzen, bis zum Verteilen der Infomaterialien in verschiedenen Großbetrieben. Hoffnung machen wir uns auch, dass die „Abschaffung der Leiharbeit“ Thema bei verschiedenen Betriebs- und Abteilungsversammlungen sein wird und im Gegesatz z.B. zur IG Metall Forderung „Leiharbeit fair gestalten“ diskutiert wird.
Wir hatten ursprünglich die Rückmeldungen, dass in mindestens 30 Städten Aktionen stattfinden werden, die Zahl dürfte am Ende der Woche aber bei weitem überschritten sein.
Hier aber noch ein dringender Wunsch: bitte schickt uns nach euren Aktionen eine kurze Beschreibung mit einigen Details (z.B. was, wann und wo!), damit wir es unter Aktionen veröffentlichen können.

Leiharbeitsmesse bei der ARGE Darmstadt

Wie das am einfachsten geht? Ein Haufen schlechter Jobs dazu eine Briese Unterbezahlung und ein wenig Leistungsdruck.
Am Do. den 01.10. findet die 7. Zeitarbeitsmesse statt. Der Ort ist die ARGE Darmstadt, im Groß-Gerauer Weg 7. Dort werden mehr als fünfzehn Leiharbeitsfirmen "lukrative" Sklavenarbeit anbieten.  [Mehr]

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