Worum geht es?
Leiharbeit ist Sklavenhandel und der breitet sich aus. leiharbeit-abschaffen.de bekämpft diese Zustände und fordert gleichen Lohn für gleiche Arbeit.
Kiel: Voller Erfolg der Aktion gegen Leiharbeit auf JobMesse

Mit einer Aktion auf der Kieler JobMesse machten die FAU Kiel und Flensburg am 29. Oktober 2011 Stimmung gegen Leiharbeit. Die Barlag-Jobmesse ist mittlerweile fast das ganze Jahr in vielen Städten Deutschlands unterwegs. In Kiel waren alleine 11 Leiharbeitsfirmen und insgesamt 70 Aussteller präsent. Ausstellungsort war die protzige Mercedes-Benz Niederlassung Ostsee mit 37.000 qm Fläche. Letztes Jahr gab es in Kiel nach ihren eigenen Angaben 10.000 BesucherInnen. [Mehr]
Aufruf 1. Mai Berlin:
Gleicher Lohn für gleiche Arbeit! Leiharbeit abschaffen!
Im Lauf des letzten Jahrhunderts wurde der Arbeitsmarkt vielfach reguliert und wenigstens seine schlimmsten Auswüchse nach langen Kämpfen der Arbeiterbewegung per Gesetz eingedämmt. Zeitweise.
Doch heute werden wieder immer mehr Menschen als ArbeiterInnen zweiter Klasse behandelt: man arbeitet für 30% oder 50% weniger Lohn als die KollegInnen, obwohl man die gleiche Leistung bringt, hat weniger Rechte und kann willkürlich vom Arbeitgeber wieder entlassen werden.
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Leiharbeitsmesse am 03. März in Ludwigsburg
"Sklavenhändler hast Du Arbeit für mich"
Ungeachtet der politischen 'Debatte' um
Mindestlöhne und einer menschenwürdigen Regelung der Hartz4-Sätze
(ALG II) findet am 03.03.2011 die Leiharbeitsmesse, bzw. der
Sklavenmarkt in Ludwigsburg (Baden-Württemberg) statt.
Veranstaltungsort ist wieder einmal die
Musikhalle unweit des Ludwigsburger Bahnhofs. Der Menschenmarkt soll zwischen 8.00 und 12.00 Uhr abgehalten werden.
Interessant ist, daß die Arbeitsssuchenden unter Androhung von Sanktionen (- 10%) und ohne Hinweise auf Erstattung von Fahrkosten durch die zuständigen Jobcenter eingeladen wurden. Der Slogan lautet: "Zeitarbeit als Chance. Suchen Sie das Gespräch".
Berlin: „Moderner Sklavenhandel“
Veranstaltung: Fr, 25. Februar um 19.00 Uhr | Ort: FAU-Lokal, Lottumstr. 11 (nahe U2 Rosa-Luxemburg-Platz)
Dass sich die meisten Lohnabhängigen unter ihrem „Wert“ verkaufen (müssen), ist nichts, was im Kapitalismus verwundern sollte. Doch an „Arbeitgeber“ verkauft zu werden, um für rund 30 Prozent weniger Lohn zu schuften als die restliche Belegschaft, bei gleicher Leistung und weniger Rechten, ständig davon bedroht, willkürlich entlassen zu werden? Das ist moderner Sklavenhandel! So ergeht es bereits knapp 900.000 ArbeiterInnen in Deutschland, die von Zeitarbeitsfirmen an andere Unternehmen „verliehen“ werden – Tendenz steigend.
Doch wie genau funktioniert der Leiharbeitsmarkt eigentlich? Wer profitiert von ihm und in welcher Situation befinden sich die betroffenen ArbeiterInnen? Mit einem Vortrag möchte die Sektion Sozialwesen der FAU Berlin einführend über Probleme der Leiharbeit informieren und die aktuelle gesetzliche Situation beleuchten, unter besonderer Berücksichtigung des Sozialbereichs. Im Anschluss an den Vortrag gibt es die Möglichkeit zur offenen Diskussion. Referent: Daniel Wendt.
Weitere Informationen: http://www.fau.org/berlin
BAG erklärt CGZP-Leiharbeitstarifverträge für unwirksam
Seit SPD und Grüne im Jahr 2003 alle Beschränkungen in
der Leiharbeit beseitigt haben, ist die Zahl der Menschen, die von
Leihfirmen auf dem Markt vermietet werden, von 300.000 auf 900.000
(2010) gestiegen. Viele von ihnen wurden von den Arbeitsagenturen
gezwungen, sich von den Menschenhändlern für Niedriglöhne vermieten zu
lassen. LeiharbeiterInnen verdienen im Schnitt 30% weniger als ihre
KollegInnen bei den Entleihfirmen. Eine Ursache für die Dumpinglöhne
waren die Gefälligkeitstarifverträge der Christlichen Gewerkschaften.
Am 14. Dezember hat das Bundesarbeitsgericht (BAG) der Tarifgemeinschaft
Christlicher Gewerkschaften für Zeitarbeit und Personalserviceagenturen
(CGZP) die Tariffähigkeit aberkannt (Az: 1 ABR 19/10). Damit sind alle
Tarifverträge unwirksam, die von der CGZP alleine abgeschlossen wurden.
Das schriftliche Urteil des BAG liegt noch nicht vor. [Mehr]
Spaziergang gegen Leiharbeit am 16. September 2010
Die FAU Kassel lädt am 16. September 2010 um 16 Uhr zum Spaziergang gegen Leiharbeit ein. Die Aktion ist Teil der Kampagne "Gleicher Lohn für gleiche Arbeit - Leiharbeit abschaffen!".
Gemeinsam die Menschenhändlerpraxis outen!
Los geht es vor dem Arbeitsamt (Grüner Weg). Von dort werden wir
gemeinsam diverse Leih- bzw. Zeitarbeitsfirmen in der Innenstadt
ansteuern.
Mehr Informtionen gibts hier... [Mehr]
Aktionen gegen Leiharbeit, Niedriglohn und Hartz IV
Widerstand gegen Leiharbeit wächst!

Fast 150 TeilnehmerInnen demonstrierten gestern lautstark in der Frankfurter Innenstadt für die Abschaffung der Leiharbeit und gegen Hartz IV. Aufgerufen hatte die Gewerkschaft FAU Frankfurt im Rahmen der Kampagne "3..2..1.. Uns! Kapitalismus abschaffen".
Ausgestattet mit Informationsmaterial über die besondere Ausbeutung in Leiharbeitsverhältnissen sowie über Hartz IV als Druckmittel, Menschen in die Leiharbeit zu zwingen, bewegte sich der kleine Demonstrationszug quer durch die Innenstadt vorbei an zahlreichen Leiharbeitfirmen, vor denen Kundgebungen abgehalten wurden.
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Freitag 09.04.2010:
Stadtrundgang gegen Leiharbeit und Hartz IV
17.00 Uhr, Hauptwache,
Frankfurt/M
Dumpinglohn und Zwangsarbeit – dafür haben wir keine Zeit!
Schluss mit Hartz IV. Leiharbeit abschaffen!
Rund 673.800 Menschen schuften nach jüngsten Zahlen der Bundesagentur für Arbeit in Leiharbeitsfirmen. Viele von ihnen tun das notgedrungen! Dank Hartz IV bleibt ihnen häufig nur die Wahl zwischen einer Sperre des Arbeitslosengeldes oder der durch die Arbeitsagenturen erzwungen Vermietung von Menschenhändlern an Entleihbetriebe.
Die von der damaligen rot-grünen Regierung im Rahmen der Agenda 2010 eingeführten Gesetze hatten einen maßgeblichen Anteil am sogenannten Jobwunder, dass sich in den Jahren 2005 – 2008 im Wesentlichen durch eine immense Ausweitung des Niedriglohnsektors auszeichnete. Alleine der Zuwachs sozialversicherungspflichtiger Jobs in der Leiharbeitsbranche lässt sich in diesem Zeitraum mit 20 Prozent beziffern.
Das Ergebnis: Löhne, die häufig nicht einmal ein Leben oberhalb der Armutsgrenze sichern!
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Achtung LeiharbeiterInnen mit CGZP Tarif!
Das Internetforum chefduzen.de hat in Verbindung mit dem Büro von Günter Wallraff den Rechtsanwalt Prof. Dr. Rüdiger Knaup mit Sitz in Bochum dafür gewinnen können, die LeiharbeiterInnen, die vom Tarifvertrag der CGZP betroffen sind oder waren, vor Gericht zu vertreten.
Jeder Leiharbeiter, jede Leiharbeiterin -deutschlandweit- kann sich an die Kanzlei wenden. Sinn der Aktion ist es, rechtzeitig eure Ansprüche zu sichern. [Mehr]
Eine Woche gegen Menschenmakler
Leiharbeit bedeutet: weniger Lohn für die gleiche Arbeit. Gewerkschaften und Arbeitsämter tragen ihren Teil zu diesem Umstand bei. Die FAU fordert, Leiharbeit abzuschaffen.
von Thorsten Mense, Jungle World Nr. 40, 1. Oktober 2009
»Bisher konnten diese Menschenmakler ihrem anrüchigen und lukrativen Gewerbe in aller Ruhe nachgehen, weil keine Behörde, kein Unternehmerverband und kein Betriebsrat es wagte, gegen die als harmlose Einzelfirmen getarnten Vermittlungsbüros einzuschreiten.« So beschrieb der Spiegel 1957 das System der Leiharbeit. Es sei ein »zwielichtiges Vermittlergeschäft« zur Ausbeutung von »beschäftigungslosen Flüchtlingen, Urlaubern, entlassenen Strafgefangenen« und Arbeitslosen. Mittlerweile ist die Leiharbeit als Teil der »Agenda 2010« ein staatlich geförderter, immer größer werdender Sektor des Arbeitsmarktes. Im vergangenen Jahr waren 800?000 Menschen darin beschäftigt, seit Beginn der Krise wurden allerdings 300?000 von ihnen entlassen.
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