Leiharbeit abschaffen




Aktionen gegen Leiharbeit, Niedriglohn und Hartz IV

Widerstand gegen Leiharbeit wächst!


Fast 150 TeilnehmerInnen demonstrierten gestern lautstark in der Frankfurter Innenstadt für die Abschaffung der Leiharbeit und gegen Hartz IV. Aufgerufen hatte die Gewerkschaft FAU Frankfurt im Rahmen der Kampagne "3..2..1.. Uns! Kapitalismus abschaffen".

Ausgestattet mit Informationsmaterial über die besondere Ausbeutung in Leiharbeitsverhältnissen sowie über Hartz IV als Druckmittel, Menschen in die Leiharbeit zu zwingen, bewegte sich der kleine Demonstrationszug quer durch die Innenstadt vorbei an zahlreichen Leiharbeitfirmen, vor denen Kundgebungen abgehalten wurden.
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Freitag 09.04.2010:
Stadtrundgang gegen Leiharbeit und Hartz IV
17.00 Uhr, Hauptwache, Frankfurt/M

Dumpinglohn und Zwangsarbeit – dafür haben wir keine Zeit!
Schluss mit Hartz IV. Leiharbeit abschaffen!

Rund 673.800 Menschen schuften nach jüngsten Zahlen der Bundesagentur für Arbeit in Leiharbeitsfirmen. Viele von ihnen tun das notgedrungen! Dank Hartz IV bleibt ihnen häufig nur die Wahl zwischen einer Sperre des Arbeitslosengeldes oder der durch die Arbeitsagenturen erzwungen Vermietung von Menschenhändlern an Entleihbetriebe.

Die von der damaligen rot-grünen Regierung im Rahmen der Agenda 2010 eingeführten Gesetze hatten einen maßgeblichen Anteil am sogenannten Jobwunder, dass sich in den Jahren 2005 – 2008 im Wesentlichen durch eine immense Ausweitung des Niedriglohnsektors auszeichnete. Alleine der Zuwachs sozialversicherungspflichtiger Jobs in der Leiharbeitsbranche lässt sich in diesem Zeitraum mit 20 Prozent beziffern.

Das Ergebnis: Löhne, die häufig nicht einmal ein Leben oberhalb der Armutsgrenze sichern!
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Achtung LeiharbeiterInnen mit CGZP Tarif!

Das Internetforum chefduzen.de hat in Verbindung mit dem Büro von Günter Wallraff den Rechtsanwalt Prof. Dr. Rüdiger Knaup mit Sitz in Bochum dafür gewinnen können, die LeiharbeiterInnen, die vom Tarifvertrag der CGZP betroffen sind oder waren, vor Gericht zu vertreten.
Jeder Leiharbeiter, jede Leiharbeiterin -deutschlandweit- kann sich an die Kanzlei wenden. Sinn der Aktion ist es, rechtzeitig eure Ansprüche zu sichern.  [Mehr]

Eine Woche gegen Menschenmakler

Leiharbeit bedeutet: weniger Lohn für die gleiche Arbeit. Gewerkschaften und Arbeitsämter tragen ihren Teil zu diesem Umstand bei. Die FAU fordert, Leiharbeit abzuschaffen.

von Thorsten Mense, Jungle World Nr. 40, 1. Oktober 2009

»Bisher konnten diese Menschenmakler ihrem anrüchigen und lukrativen Gewerbe in aller Ruhe nachgehen, weil keine Behörde, kein Unternehmerverband und kein Betriebsrat es wagte, gegen die als harmlose Einzelfirmen getarnten Vermittlungsbüros einzuschreiten.« So beschrieb der Spiegel 1957 das System der Leiharbeit. Es sei ein »zwielichtiges Vermittlergeschäft« zur Ausbeutung von »beschäftigungslosen Flüchtlingen, Urlaubern, entlassenen Strafgefangenen« und Arbeitslosen. Mittlerweile ist die Leiharbeit als Teil der »Agenda 2010« ein staatlich geförderter, immer größer werdender Sektor des Arbeitsmarktes. Im vergangenen Jahr waren 800?000 Menschen darin beschäftigt, seit Beginn der Krise wurden allerdings 300?000 von ihnen entlassen.

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Lasst mich euer Sklave sein

Hallo, ich widme euch meinen Song: Lasst mich Euer Sklave sein. Fantareis

Berichte von Aktionen zur Abschaffung der Leiharbeit

Seit die Kampagne am 18. September gestartet ist, haben wir eine Reihe von Mitteilungen bekommen, dass sich weitere Gruppen an den Aktionen beteiligen werden. Die Bandbreite der gemeinsamen Aktionen reicht von Infoständen, Veranstaltungen, Flugblattaktionen in Innenstädten, vor Leiharbeitsfirmen und Arbeitsämtern, über das Auslegen von Flyern an den Arbeitsplätzen, bis zum Verteilen der Infomaterialien in verschiedenen Großbetrieben. Hoffnung machen wir uns auch, dass die „Abschaffung der Leiharbeit“ Thema bei verschiedenen Betriebs- und Abteilungsversammlungen sein wird und im Gegesatz z.B. zur IG Metall Forderung „Leiharbeit fair gestalten“ diskutiert wird.
Wir hatten ursprünglich die Rückmeldungen, dass in mindestens 30 Städten Aktionen stattfinden werden, die Zahl dürfte am Ende der Woche aber bei weitem überschritten sein.
Hier aber noch ein dringender Wunsch: bitte schickt uns nach euren Aktionen eine kurze Beschreibung mit einigen Details (z.B. was, wann und wo!), damit wir es unter Aktionen veröffentlichen können.

Leiharbeitsmesse bei der ARGE Darmstadt

Wie das am einfachsten geht? Ein Haufen schlechter Jobs dazu eine Briese Unterbezahlung und ein wenig Leistungsdruck.
Am Do. den 01.10. findet die 7. Zeitarbeitsmesse statt. Der Ort ist die ARGE Darmstadt, im Groß-Gerauer Weg 7. Dort werden mehr als fünfzehn Leiharbeitsfirmen "lukrative" Sklavenarbeit anbieten.  [Mehr]

"Wir freuen uns auf Sie!" 3. Hamburger Karrierebörse

"Bewerben, durchstarten, aufsteigen!" - Neue Perspektiven für arbeitslose Gabelstaplerfahrer?

Eher nicht. Mit den heute üblichen Marketingphrasen und dümmlichen Werbesprüchen, gerne auch durch denglische Redewendungen verunziert, werben Leihklitschen um billige Arbeitskräfte, um sich an ihnen eine goldene Nase zu verdienen.
Fünf Hamburger Menschenhändler, laden potentiell zu Vermietende zur Vorstellung ein. Die Leiharbeitsfirmen Staffnet, Poolia, PHH und die bereits am Berliner Kontakthof für Bürojobs beteiligten az GmbH und Treuenfels, erwarten euch am Do. den 01.10. von 12-19 Uhr, in der Axel-Springer-Passage, Caffamacherreihe 1, 20355 Hamburg.
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Kontakthof für Bürojobs - 2. Berliner "Karrierebörse"

Menschenhändler suchen Ware

Am Fr. den 25.09. veranstalten die Berliner Leiharbeitsfirmen az GmbH, Treuenfels, Serviceline und S&W eine "Karrierebörse" für ArbeiterInnen mit Büroerfahrung. Von 10 bis 18 Uhr können sich Menschen im Haus der IHK, Fasanenstr. 85 in Charlottenburg bei den Leihfirmen bewerben.

S&W schreibt "Wir sind Kooperationspartner der Bundesagentur für Arbeit" (Arbeitsagentur Berlin-Mitte) - und das macht auch klar, warum überhaupt KollegInnen zu dieser "Börse" gehen werden. Denn freiwillig und ohne Androhung der Sperre des Arbeitslosengeldes würden nicht viele für den Dumpinglohn nach "Tarifvertrag mit der Tarifgemeinschaft Christliche Gewerkschaften für Zeitarbeit und Personalserviceagenturen (CGZP)" arbeiten!
Die az GmbH droht Arbeitssuchenden mit dem gleichen Dumpinglohn und Serviceline entblödet sich nicht, diesen Lohnbeschiß als "Ihr Weg zum Traumjob" anzupreisen.

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Pressemitteilung - Kampagne gegen Leiharbeit startet

Die Freie Arbeiterinnen- und Arbeiter Union (FAU) kritisiert "modernen Menschenhandel" und fordert die Abschaffung der  Leiharbeit.

In über 30 Städten finden ab Freitag, den 18. September bis Freitag, den 25. September im Rahmen einer bundesweiten Kampagne gegen Leiharbeitsverhältnisse verschiedene Protestaktionen statt. Initiiert wurde die Kampagne von Einzelgewerkschaften des Dachverbands FAU. Der anarchosyndikalistische Gewerkschaftsverband war zuletzt durch seine Kampagne für Tarifverhandlungen im "alternativen" Kino Babylon aufgefallen und ist manchen LeserInnen noch durch die "Strike Bike" Aktion bekannt.
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